Kirche

Lorup-Kirche--allg


 Alter Hochaltar

Blick auf den Chor mit Hochaltar nach der Ausmahlung 1902

Blick auf den Chor mit Hochaltar nach der Ausmahlung 1902

Blick auf den Chor mit Hochaltar 2013

Blick auf den Chor mit Hochaltar 2013

Im Frühjahr 1836 war die neue Kirche in Lorup fertiggestellt. Der Altar ist mit seinen Säulen, dem Kreuz, den Engelsplastiken und dem Gemälde der Himmelfahrt Mariens, welches von dem Kirchenmaler L. Jansen auf Leinwand gemalt wurde, ist im neuklassizitischen Stil erhalten und stellt auf dem Hümmling das einzige unveränderte Denkmal dieser Bauzeit dar.

Erst im Jahre 1902 wurde die Loruper Kirche, die bis zu diesem Zeitpunkt von innen nur weiß gekalkt war, vom Kirchenmaler Emminghaus ausgemalt. Dengemauerten Rundbogen zierte nun die Bibelstelle Matthäus 11,36: „Kommet alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken“. In den innern Seiten des Rundbogens befindet sich auf der linken Seite ein Bild eines Pelikans, der mit seinem Blut seine Jungen ernährt. Auf der rechten Seite ist ein Brunnen gemalt mit dem Schriftzug: „Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle“.

Über dem linken Seitenaltar, zur Ehren der Muttergottes Maria mit dem Bild der Rosenkranzbruderschaft, ist ein Gemälde der hl. Elisabeth angebracht. Dieses zeigt wie Elisabeth Brot an die Armen verteilt. Der rechte Seitenaltar war zur Ehren Herz Jesu. Darüber war ein Gemälde des hl. Isidorus zu sehen. Der Heilige Isidorus ist der Schutzpatron der Bauern. Auf dem Gemälde ist zu sehen wie Isidorus vor einem Wegekreuz kniet und betet, während im Hintergrund ein Engel für ihn pflügt.


Glocken

Glockenweihe Nov. 1947, v.l. Heinrich Wilmes, Hermann Krömer

Glockenweihe Nov. 1947, v.l. Heinrich Wilmes, Hermann Krömer

Für die im 2. Weltkrieg abgelieferten Glocken wurden bereits im Jahre 1947 drei neue Glocken angeschafft. Da zu dieser Zeit die Reichsmark kaum noch Wert hatte, wurde ein großer Teil der Kosten durch Naturalien (Fettwährung) beglichen. Die drei Glocken haben die Töne f, g und b. Sie tragen folgende Innschriften:

Große Glocke „Lorup 1947, Maria Patronin unserer Gemeinde, bitte für uns“
Mittlere Glocke „Lorup 1947, Hl. Josef, Patron der Sterbenden, bitte für uns“
Kleinste Glocke „Lorup 1947, Hl. Antonius bitte für unsere Jugend“


 Loruper Madonna

Madonna-freiVon Pastor Johanning einst auf den Kirchenboden gefunden Ist diese Madonna nach Urteil von Experten vom Amt für Denkmalpflege in Hannover und des Diözesanmuseums um das Jahr 1350 entstanden.

Die Loruper Madonna hat bereits einige Stationen durchlaufen:

1935  wurde die Statue dem Hümmlinger Heimatmuseum in Sögel als Leihgabe übergeben.

1945 bei der Zerstörung des Museums, beim Einmarsch der Alliierten  Streitkräfte,  war die Madonna  glücklicher Weise nicht dort, sondern  zur Restaurierung  im Landesmuseum in Hannover.

1956 kam die Madonna in das neu errichtete Heimatmuseum nach Sögel, nachdem Sie auch die Luftangriffe  auf Hannover unbeschadet im Keller des Landesmuseums überstanden hatte.

1966 beim Einbruch  im Heimatmuseum befand sich  die Madonna glücklicherweise nicht dort und blieb so erhalten. Einen weiteren Einbruch überstand die Statue im Jahre 1972 im Haus von Hans Meyer-Wellmann, in das sie nach der Auflösung des Heimatmuseums in Sögel kam.

1969 hat der Bildhauer Hörnschemeyer aus Osnabrück die Statue untersucht. Hierbei wurde im Kopf ein Reliquiar entdeckt, in dem menschliche Knochenteilchen in Tuchresten eingewickelt waren. Die Tuchreste stammen laut einem Gutachten des Gewebemuseums der Stadt Krefeld aus dem frühen Mittelalter.

1975 gelangt die Loruper Madonna mit der Kirchenrenovierung wieder in ihre Kirche zurück. Hier nun hinter Gittern und unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen, trotzdem hat sie einen würdigen Platz gefunden.


Orgel

Lorup-Orgel-_3_Im Jahr 1855 konnte durch Spendenfreudigkeit, nach einer guten Buchweizenernte, die Orgel in der Kirche angeschafft werden. Diese wurde von B. Kröger und seinen Söhnen Arnoldus und Gregorius aus Goldenstedt gebaut. Sie Hatte ursprünglich 2 Manuele und 18 klingende Register.

1915, während des I. Weltkrieges mussten die Orgelpfeifen aus Zink (im April) zusammen mit den Glocken (im Juni) für Kriegszwecke abgeliefert werden.

Durch die Firma Haupt aus Osnabrück wurden 1920 neue Pfeifen eingesetzt und 1935 zwei Ventilatoren zur Lufterzeugung eingebaut. Hierdurch entfiel nun das Blasebalgtreten, was Aufgabe der älteren Messdiener war.

Eine weitere Erweiterung und Restaurierung wurde im Jahr 1967 durch den Orgelbauer Matthias Kreienbrink ebenfalls aus Osnabrück durchgeführt. Die Orgel wurde auf 24 Register und 2.000 Pfeifen erweitert.

Die Vorderfront der Loruper Orgel steht unter Denkmalschutz und wurde letztmalig im Januar 1999 durch die Firma Claddes aus Badbergen saniert.


Pieta

Lorup-Pieta-_1_Die Pieta (schmerzhafte Mutter) im hinteren Bereich der Loruper Kirche wurde zu Karfreitag im Jahre 1939 angeschafft. Dieses ist eine Nachbildung der berühmten Statue von Achtermann, hergestellt von der Firma Kleutgens und Schiffers aus Aachen.